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Hugenotten- und Waldenserpfad im Rotkäppchenland

Der Weg von der alten in die neue Heimat: Im Jahre 1685 verbot König Ludwig XIV. die Ausübung des protestantischen Glaubens in Frankreich.

Daraufhin verließen etwa 200.000 Hugenotten ihre Heimat und suchten Zuflucht in den protestantischen Ländern, in Europa und Übersee. In der südfranzösischen Dauphiné lebten viele Protestanten, von dort führte die Flucht zuerst nach Genf und dann weiter nach Deutschland. Die Waldenser, die am Ende des 17. Jahrhunderts aus dem Piemont vertrieben wurden, nutzten die gleichen Wege in Richtung Deutschland.

Allgemeine Informationen
Die Wegroute zeichnet sich aus durch ihren kulturellen, historischen und landschaftlichen Reichtum, denn an der Wegstrecke laden viele Hugenotten- und Waldenserorte dazu ein, das Kulturerbe der Glaubensflüchtlinge aktiv auf individuellen oder geführten Wanderungen, auf Tagesrundwegen oder im Kurzwanderurlaub zu entdecken und sich dabei den Themen der Freiheit und Toleranz als europäischen Grundwerten zu widmen.

Der „Hugenotten- und Waldenserpfad“ folgt zunächst dem historischen Fluchtweg der französischen Protestanten aus der Dauphiné von Poët-Laval im Drôme-Gebiet über Genf nach Baden-Württemberg weiter durch Hessen bis Bad Karlshafen. Um die im Umfeld liegenden Hugenottengemeinden anzubinden, gibt es mehrere abzweigende Wegschleifen. Eine führt von Schwabendorf über Schwalmstadt-Frankenhain, Hephata und Schwalmstadt-Treysa bis nach Hertingshausen bei Gemünden.

Hugenotten- und Waldenserpfad im Rotkäppchenland
Die Wegschleife mit einer Länge von 69 km von der Hugenottenkolonie Schwabendorf (Rauschenberg) kommend geht nach Schwalmstadt-Treysa und Schwalmstadt-Frankenhain und dann über Gilserberg und Gemünden in den Burgwald zurück zur Hugenottenkolonie Hertingshausen (Wohratal).

Schwalmstadt-Frankenhain: Im Jahre 1701 wurde auf Anordnung des Landgrafen Karl eine eigene Siedlung „Auf dem Frankenhain“ gegründet. Den Kolonisten (ursprünglich 14 Familien) sind zur landwirtschaftlichen Nutzung „Trieschländereien“ überlassen worden.

Schwalmstadt-Treysa: Das ehemalige Dominikanerkloster zu Treysa wurde für eine herrschaftliche „Wolltuchmanufaktur“ genutzt. Sie war die bedeutenste Neugründung für die hugenottischen Zuwanderer, da viele Weber und Tuchmacher unter ihnen waren.

Damit werden die Spuren der Glaubensflüchtlinge in der Schwalm, in das europäische Partnerschaftsprojekt „Auf den Spuren der Hugenotten und Waldenser“ eingebunden.
Gefördert durch das LEADER-Strukturförderprogramm der EU und das Land Hessen wurde die „Schwalm-Schleife“, im Rotkäppchenland, im Sommer und Herbst 2013 vom Knüllgebirgsverein markiert

Infos/Kontakt

Reinhart Darmstadt
Landgraf-Karl-Str. 43
34613 Schwalmstadt
Tel: +(49) 6691 22821
Info@hugenotten-waldesnserpfad.eu
www.hugenotten-waldenserpfad.eu